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Immer am Atlantik entlang

27. April 2003

Gestern haben wir beschlossen, doch bis zum Arcadia National Park hochzufahren. Ueberzeugt hat uns der Wetterbericht, der fuer morgen sehr schoenes Wetter vorhergesagt hat, das sich schon heute mit viel Sonne ankuendigte. Ueberzeugt hat uns auch der Kanada-Reisefuehrer, der uns Quebec-Stadt so ans Herz gelegt hat, dass wir uns erweichen liessen, und da liegt der Park auf dem Weg. Es ist zwar eine ordentliche Tour bis dorthin, aber wir sind so gut unterwegs, dass wir uns diese Stadt nicht entgehen lassen wollen. Ausserdem lassen wir uns auf diese Weise etwas Zeit, und koennen schauen was sich in Toronto mit SARS ergibt. Sollte die Reisewarnung noch bestehen bleiben, machen wir auf dem Weg zu den Niagara-Faellen einen Bogen darum und schauen dann nochmal auf dem Rueckweg von dort, ob sich die Panik etwas gelegt hat. Wir verfolgen jedenfalls aufmerksam die Nachrichten und werden kein Risiko eingehen.

Nach 150 Meilen immer am Atlantik entlnang sind wir heute nachmittag in einem Motel direkt am Meer eingekehrt und haben von unserem Zimmer aus einen herrlichen Blick ueber eine saftiggruene Wiese zum dunkelblauen Wasser hinunter. In der Sonne und an windgeschuetzten Stellen, kann man es sogar nur im T-Shirt aushalten. Das Staedtchen in der Naehe heisst ulkigerweise Belfast und ein Frankfort ist hier auch nicht weit. Nach dem kurzen Stueck New Hampshire sind wir damit in Maine gelandet.

Die Strecke hierher war sehr schoen. Ueberall stehen diese typisch amerikanischen Haueser auf gruenen Wiesen und unter Baeumen. Oft sind sie sehr verwinkelt mit Erkern und Giebeln ohne Ende. Oberhalb des Steinsockels sind sie immer mit Holz verkleidet. Vielleicht sind sie sogar aus Holz gebaut, da sind wir uns nicht sicher. Meist ist eine geraeumige Veranda vorgelagert und wir haben tatsaechlich schon Schaukelstuehle darauf stehen sehen. Die Haeuser sind schneeweiss, oder in allen moeglichen freundlichen Farben gestrichen und natuerlich flattert ganz oft eine amerikansiche Fahne davor. Die Ortschaften sehen blitzblank aus und haben tatsaechlich so etwas wie Ortskerne, in der eine weisse Kirche mit spitzen Kirchturm steht und sich eine Einkaufsstrasse mit kleinen Laeden entlangzieht. Insgesamt also sehr europaeisch, sehr schottisch oder skandinavisch, wie uns immer wieder auffaellt.