Probefahrt |
24. April 2003
Die ersten 150 Meilen hat uns unser Jeep-Mobil zuverlaessig nach Cape Cod getragen. Cape Cod ist eine langezogene Landzunge etwas suedlich von Boston. Fuer die Bostoner im Sommer sicher ein beliebtes Ausflugsziel. Das Wetter war allerdings heute eher so, dass wir uns an Sylt oder Schottland erinnert fuehlten. Die Saison hat dementsprechend laengst noch nicht begonnen und vieles ist noch geschlossen. Der Atlantik gibt hier aber auch ohne Publikum eine gute Show. Nach einer Meile Fussmarsch war uns dann endlich auch warm genug, um die Brecher richtig wuerdigen zu koennen. Und glaubt es oder nicht, wir haben auf einer hohen Duene stehend zwei Wale gesehen! Nicht weit von hier sollen deren Futtergruende sein und hier gibt es Wale-Watch-Touren mit Wal-Garantie. Ob wir eine Tour machen koennen haengt aber davon ab, ob die Saison dafuer schon begonnen hat. In Boston war es noch nicht so weit und auch hier haben wir noch nichts davon gesehen.
Unser Auto laeuft wie gesagt ganz famos. Wir trauen dem Frieden aber noch nicht ganz und jedes Geraeusch laesst und das Schlimmste vermuten. Als wir die erste Pinkelpause einlegen mussten, steige ich aus und sehe eine Pfuetze mit dunkler Fluessigkeit! Oh Gott, schiesst es mir gleich durch den Kopf, der Tank ist geplatzt, eine Oelleitung hat ein Leck, der Wagen ist Schrott, wir sind verloren!!! Sofort krieche ich unter den Wagen und erwarte massive Schaeden. Nachdem sich unsere Nerven beruhigt haben, stellt sich nach genauerer Inspektion der Fluessigkeit heraus, dass irgend ein Depp seinen Colabecher hat fallen lassen. Vermutlich absichtlich um uns in Panik zu versetzen. Arschloch. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir etwas cooler werden.
Erstaunlich schnell kamen wir dagegen mit der Alarmanlage zurecht. Ein Glueck, sonst haette man uns wohl festgenommen. Die Alarmanlage wird ueber Knoepfe auf dem Schluessel aktiviert und deaktiviert. Ist sie aktiviert und man oeffnet den Wagen, faengt er wie verrueckt an zu hupen. Beim ersten Test hupt es ploetzlich los und wir haben keine Ahnung, wie wir es stoppen koennen. Das war ein Spass. Von aussen gesehen standen da zwei hilflose Deppen in typischer Touristenkleidung an ihrem Wagen, sprangen hektisch hin und her, waehrend die verdammte Karre nicht aufhoerte zu hupen. Schliesslich haben wir es doch geschafft, die Hupe zum Schweigen zu bringen. Das Pfeifen in den Ohren liess dann auch recht schnell nach...